1980 - 2020:    40 Jahre LG Reischenau-Zusamtal

Karl Sendlinger ist nicht nur Initiator der LG. Noch heute ist er als Übungsleiter tätig und auch sportlich sehr aktiv. Seine Vereinsrekorde über 3000m Hindernis und die Deut-sche Meile (7532m) sind bislang ungeschlagen.
Karl Sendlinger ist nicht nur Initiator der LG. Noch heute ist er als Übungsleiter tätig und auch sportlich sehr aktiv. Seine Vereinsrekorde über 3000m Hindernis und die Deut-sche Meile (7532m) sind bislang ungeschlagen.
Mitbegründer August Scherer, in den achtziger Jahren ein exzellenter Mittel- und Langstreckenläufer, ist heute noch super fit, sowohl als Übungsleiter als auch in der Abteilungsführung nicht wegzudenken. 39 Jahre lang hat er den Dinkel Cross ausgerichtet.
Mitbegründer August Scherer, in den achtziger Jahren ein exzellenter Mittel- und Langstreckenläufer, ist heute noch super fit, sowohl als Übungsleiter als auch in der Abteilungsführung nicht wegzudenken. 39 Jahre lang hat er den Dinkel Cross ausgerichtet.

Seit Januar 1980 gibt es die Leichtathletikgemeinschaft Reischenau-Zusamtal, kurz LGRZ.

Sie besteht aus den Leichtathletikabteilungen der beiden Sportvereine TSV Dinkelscherben und TSV Zusmarshausen und darf sich rühmen, einer der ältesten Sportzusammenschlüsse Schwabens zu sein.

 

Initiiert wurde die Kooperation von den damaligen Abteilungsleitern Karl Sendlinger (Zusmarshausen) und August Scherer (Dinkelscherben). "Gusti prägt noch heute teilweise das Geschehen in der LG Reischenau-Zusamtal.

Die Gründungsvereinbarung 1979
Die Gründungsvereinbarung 1979

 

 

Ziel des Zusammenschlusses war und ist es, die Trainingsbedingungen für die Sportler zu verbessern, sowie ein gemeinsames und erfolgreiches Auftreten in Staffel- und Mannschaftswettbewerben zu ermöglichen.

 

Die Leichtathletikabteilung des TSV Zusmarshausens wurde 1977 gegründet.

In Dinkelscherben erfolgte die offizielle Gründung der Abteilung Leichtathletik schon zwei Jahre zuvor. Die Tradition der Ausübung leichtathletischer Disziplinen reicht dort aber bis in die Gründungszeit des TSV Dinkelscherben im Jahr 1906 zurück.

                                                         

 

Der Anfang: 1980 bis 1982

Der Aufbau: 1983 bis 1988

Die Anfangsjahre begannen mit dem Aufbau einer starken Schüler- und Jugendgruppe. Aus diesen jungen Talenten entwickelten sich hervorragende Leichtathleten: Christian Wehowsky lief als starker Mehrkämpfer hervorragende 55,59sek über 400m Hürden. Christian Eberhardt sprang 6,96m weit und überzeugte mit starken Mehrkämpfen sowie 60-Meter Speerwürfen. Hansjörg Reichel wurde zum schnellsten Sprinter der LG: 11,09sek über 100m und 22,11sek über 200m werden auch heute nur von wenigen Sprintern in Schwaben erreicht. Markus Bachlehner entwickelte sich zu einem guten Werfer. Die Kugel stieß er über 15m, den Diskus warf er über 42m.

Markus Sailer entwickelte sich zu einem hervorragenden Läufer. Er konnte bei bayerischen Meisterschaften im Crosslauf Erfolge feiern. Mit 18 Jahren lief er erstaunliche 8:37min über 3000m und rannte die 1500m unter vier Minuten. In der Jugend U18 und U20 hält Markus noch etliche Vereinsrekorde.

 

Im Sommer 1984 bekam Franz Herzgsell überraschenden Besuch auf seiner Hausbaustelle in Anried: Raimund Attenberger und August Scherer waren gekommen, um den hochkarätigen Läufer für die LG Reischenau-Zusamtal anzuwerben. Mit persönlichen Bestzeiten von 14:13min über 5000m und 8:21min über 3000m war Franz dann der stärkste Läufer der LG. In den verschiedenen Altersklassen und Laufdisziplinen von 1500m bis 10km konnte er unzählige Bayerische-, Deutsche-, Europa- und Weltmeistertitel gewinnen, zuletzt 2019 in der Altersklasse M70. 2020 hat Franz seine Athletenkarriere beendet. Als Lauftrainer ist er weiterhin erfolgreich und engagiert aktiv.

 

Hans Heinrich war Mitte der achtziger Jahre der einzige Läufer, der Franz Herzgsell annähernd das Wasser reichen konnte. Ein fünfter Platz bei den deutschen Jugendmeisterschaften und Zeiten von 1:56min über 800m, 3:54min über 1500m und 14:39min über 5000m bildeten eine gute Basis für einen Bayerischen Meistertitel über 1500m im Trikot der LG Reischenau-Zusamtal.

 

Rainer Hintschich prägte die LG im Mittel- und Langstreckenbereich. Bei Starts über 800m bis zum Halbmarathon konnte er vor allem in den Altersklassen viele Titel sammeln. 2011 sicherte er sich das Trippel der M55 über 800m-1500m-5000m bei den bayerischen und deutschen Meisterschaften. Über viele Distanzen überzeugte der damals 55-jährige mit landesweit besten Leistungen (800m 2:13,34min, 1500m 4:28,08min, 3000m 9:44,61min und 5000m 16:52,58min).

 

Neben vielen Vereinsrekorden konnte Jürgen Hinterstößer einige Titel und Podest Platzierungen bei bayerischen-, deutschen-, Europa- und Weltmeisterschaften erzielen. 2009 wurde er Deutscher Meister im Stabhochsprung.

Vereinsmeisterschaften 1997 in Zusmarshausen.  Von links: Rainer Hintschich, Markus Sailer, Karl Sendlinger, Robert Wengenmeier, Mario Steinbach, Günther Starzetz, Franz Herzgsell, Alfred Baumeister, Christian Groß, Bernhard Schaller.
Vereinsmeisterschaften 1997 in Zusmarshausen. Von links: Rainer Hintschich, Markus Sailer, Karl Sendlinger, Robert Wengenmeier, Mario Steinbach, Günther Starzetz, Franz Herzgsell, Alfred Baumeister, Christian Groß, Bernhard Schaller.

1989 bis 1999

Gesamtsiegerinnen beim Landkreislauf 1999 in Fischach: Rosi Kraus, Waltraud Eppler, Beate Brandl, Uli Peter, Angela Schmid, Andrea Stadler, Young Fischer, Angelika Bock. Mit Coach Rudi Kolb und Trainer Hans Heinrich.
Gesamtsiegerinnen beim Landkreislauf 1999 in Fischach: Rosi Kraus, Waltraud Eppler, Beate Brandl, Uli Peter, Angela Schmid, Andrea Stadler, Young Fischer, Angelika Bock. Mit Coach Rudi Kolb und Trainer Hans Heinrich.

Die Frauen machten im Laufbereich von sich reden: Nachdem sich eine starke Mannschaft entwickelt hatte, gelang ihnen 1999 der Sieg beim Landkreislauf.

 

Aber auch im Stadion wurde viel geleistet: In den Laufdisziplinen von 800m bis 5000m etablierte sich Angela Schmid in der schwäbischen Elite. Ihre Vereinsrekorde von 4:52min über 1500m, 10:42min über 3000m und 18:46min über 5000m werden noch lange bestehen bleiben.

Silvia Maisch (geb. Lechner) hinterließ als Sprinterin und Springerin unangenehme Erinnerungen bei ihren Gegnerinnen: Ihre 11,90sek über 100m sind unvergessen. Heute ist sie als Trainerin sehr engagiert zur Stelle.

Einen kurzen Einstand in der LG hatte Susanne Aigner. 26,02sek auf 200m und extrem starke 55,79sek über 400m werden wohl noch sehr lange Vereinsrekorde bleiben. Christine Saumweber überwand im Hochsprung 1,72m. Sie sollte wenige Jahre später ihre Tochter Anja ebenfalls im Hochsprung zu großen Erfolgen führen.

 

Ausnahmetalente in der Jugend

Bei den Mädchen prägten zwei Talente die Wettkampfszene: Rabea Ropohl dominierte in den Altersklasse U14 bis U16 die Konkurrenz im Mehrkampf und Speerwurf. Zusammen mit Miriam Egger, Barbara Stadler, Andrea Ruf, Michaela Ruf, Martina Ruf und Ramona Grohs konnte sie einige schöne Mehrkampftage verbringen.

Isabella Czifra war einige Jahre in den Wurfdisziplinen Kugel und Diskus unschlagbar. Sowohl Rabea als auch Isabaelle sind noch mehrfach mit Vereinsrekorden aufgeführt. Zudem entpuppte sich Bianca Hafner rasch als schnellste Sprinterin in ganz Schwaben.

 

Stefan Hackenberg etablierte sich ab den U10 bis zu den U20 als hochkarätiger Mehrkämpfer, der bis zum Zehnkampf alles ausprobiert hatte. Nebenbei überzeugte er auch als guter Techniker im Hürdensprint. Zusammen mit Marcus Schmid dominierte er ausserdem im Sprint, Stabhochsprung und Diskuswurf.

In den Schüler-Altersklassen machte Andreas Groß erste große Sprünge und vereweigte sich mit Vereinsrekorden in der Statistik.

2000 bis 2009 – großartige Einzelleistungen und viele Medaillenplätze

Die auffälligste jugendliche Athletin dieses Jahrzehnts heißt Anja Saumweber. Sie erreichte 2007 als 16-jährige Platz 6 der Europäischen Olympischen Jugendspiele (Hochsprung 1,74m). Im selben Jahr gewann sie Silber bei der DM mit übersprungenen 1,80m. Im folgenden Jahr belegte sie Platz 8 der Jugendweltmeisterschaften im Hochsprung und überflog noch 1,82m.

Simone Beckers fiel bei den U18 durch stramme Laufergebnisse auf. So bestehen ihre 2:27,94min über 800m und 5:06,30min über 1500m noch heute in der Rekordliste. Susanne Schlech bewies ihre Vielseitigkeit von den Schülerklassen bis in die Jugendklassen im Sprint, Wurf und Sprung.

 

Der jugendliche Hans-Georg Feldbauer (2001-2004) war wie geschaffen für die technisch anspruchsvolle Disziplin Stabhochsprung. In wenigen Jahren gelang es ihm, mehrmals über vier Meter zu springen. Noch heute hält er die Vereinsrekorde mit 4,06m im Freien und 4,10m in der Halle. Gleichzeitig zeigte Andreas Groß, dass man in der U18/U20 schnell sprinten, hoch und vor allem weit springen kann (6,95m).

Impressionen aus den Jahren 2009 bis 2015

2010 bis 2019 – Erfolg auf ganzer Linie

Seit 2013 entwickeln wir uns zu einer auf ganzer Linie erfolgreichen Leichtatheltik Gemeinschaft. Bis auf 2016 und 2017 wurden immer über 100 Medaillen gewonnen, zuletzt 124! Der Großteil geht auf das Konto unserer Jugend, aber auch die Seniorenklassen tragen viel zu unserem Erfolg bei. Diese positive Bilanz ist nur durch die herausragende Übungsleitertätigkeit der rund 30 Trainer möglich. In den Leichtathletikabteilungen der beiden Vereine treffen sich weit mehr als 200 Kinder, Jugendliche und Erwachsene regelmäßig zum Training.

 

Starke Jugend!

Eva Herrmann fiel schon als U14- und U16-Schülerin mit herausragenden Weiten bis 55m im Ballwurf auf. Sie konnte unter der Anleitung von Christine Saumweber ihr Talent auch im Speerwurf umsetzen. Bis heute ist sie die erfolgreichste Speerwerferin der LG. Mehrere Bayerische Meistertitel sowie Silber bei den Deutschen Meisterschaften 2014 zählen zu ihren größten Erfolgen. Ihre persönliche Bestleistung liegt bei 45,16m.

 

Daniel Prechtl versetzte die Jugendlaufszene ab 2009 in Aufregung. Plötzlich tauchte ein Nachwuchstalent auf, das 9:09min über 3000m laufen konnte. 2011 verewigte er sich als M17-Starter mit herausragenden 32:50min über 10km und 1:16:23Std über 21,1km in der schwäbische Rekordliste. 2009 und 2011 wurde er Bayerischer Meister über 3000m, 2010 mit Marius Prechtl und Michel Prohm Süddeutscher Meister über 3 x 1000m (8:11min).

Als beständigste Athletin muss hier Katrin Fischer erwähnt werden. Seit 2011, also seit zehn Jahren, macht die vielseitige Mehrkämpferin mit ersten, zweiten oder dritten Plätzen bei Kreis- und schwäbischen Meisterschaften auf sich aufmerksam. In fast allen Disziplinen konnte die junge Athletin punkten und 2019, im zehnten Jahr in Folge, erkämpte sie sich wieder Medaillen, diesmal fünf und alle in den Wurfdisziplinen. Eine solche Präsenz über viele Jahre hinweg kennen wir bisher nur von unseren Läufern.

 

Felix Holzheu prägte die Stabhochsprungszene der Jugend ab 2014. Mit überflogenen 4,00m gewann er Silber bei den bayerischen Titelkämpfen der MU18 in Augsburg 2017. Klara Kempter (Hochsprung), Julia Bermeitinger und Pia Luckner zeigten als vielseitige Leichtathletinnen ihr Talent in den Altersklassen von U14 bis U20. Im Stabhochsprung erreichten Pia und Julia die Drei-Meter-Marke und Luise Sebök übersprang 3,12m. Julia Businger beherrscht seit 2013 die Konkurrenz im Wurf und Mehrkampf. Diese Mädchen garantierten jahrelang und teilweise heute noch für viele Medaillen bei Kreis- und schwäbischen Meisterschaften und bei bayerischen Titelkämpfen.

 

Seit 2018 zeigen neue Talente ihr Können: Sarah Bischoff entwickelte sich zur begeisterten Läuferin und überraschte ihren Trainer Franz Herzgsell mit starken 2:21,98min über 800m und Silber der bayerischen Meisterschaften der U20. Im Schülerbereich U12-U14 sorgten Magdalena Niederhofer, Joelyn Kropka und Sophia Pyrlik für viele Meisterschaftsmedaillen.

Kinderleichtathletik seit 2015

Mit dem Wettkampfsystem „Kinderleichtathletik“ will der Deutsche Leichathletik-Verband seit 2013 mehr Kinder mit mehr System erreichen. Die Kinder der Altersklassen U8 bis U12 werden spielerisch an die Leichtathletik herangefhührt. Teamgeist und Spaß an der Leichtathletik werden dabei besonders gefördert. Unsere kleinesten Athlethen nehmen seit 2015 aktiv an der Kinderleichtathletik teil. Dabei werden mehrere Wettkampftage besucht und in der Abschlussveranstaltung „Kreis-Cup“ mit einer Gesamtwertung abgeschlossen. Die Leichtathleten des TSV Zusmarshausen richten dabei seit einigen Jahren die Abschlussveranstaltung aus.

 

Die Beherrscher des Landkreises: Unsere starken Läuferinnen und Läufer

Schon seit vielen Jahren dominieren unsere Frauen und Männer die lokale Laufszene. Das zeigt sich vor allem beim traditionellen Landkeislauf. Hier rangieren sich die Teams immer wieder auf Platz 1 oder 2, wobei sie die letzten fünf Jahre fast immer die Nase vorne hatten. Und auch die zweiten Mannschaften und Jugendteams liegen häufig auf den vordersten Plätzen! Erfreulich ist, dass sich die Teams aus älteren, erfahrenen und leistungsstarken sowie aus jungen Läuferinnen und Läufern zusammensetzen. Hier beobachten wir eine Überalterung bei vielen Konkurrenzvereinen: Es fehlt an Nachwuchs. Unten sind die Siegermannschaften von 2019 zu sehen.

Yossief Tekle beim Landkreislauf 2019
Yossief Tekle beim Landkreislauf 2019

Yossief Tekle, der Weltklasseläufer bei der LG Reischenau-Zusamtal!

 

Seit 2014 ist Yossief Tekle Mitglied in der LG. Der Junioren-Weltmeister im Berglauf von 2010 aus Eritrea hat während seiner internationalen Karriere eine Halbrarathon-Bestzeit von 1:02,45 Std. in Paris erzielt.

Yossief ist 1992 in Eritrea geboren und wuchs mit sechs Schwestern als Bauernsohn in ärmlichen Verhältnissen in einem kleinen Dorf auf. Er besuchte dort sechs Jahre die Schule und lernte auch Englisch. Er wurde in Eritrea als Läufer entdeckt und gefördert und lebte immer wieder in der Hauptstadt Asmara in 1600m Höhe und trainierte dort in leistungsstarken Gruppen.

Man sagt, Eritrea sei das Nordkorea Afrikas! Ungerechtigkeit, Korruption und politische Willkür sind an der Tagesordnung. Deshalb fliehen zur Zeit so viele Eritreer aus ihrem Heimatland. Auch Yossief machte bereits mit dem Gefängnis Bekanntschaft!

 

2013 erhielt er die Genehmigung zu einem Rennen zu fliegen. Er landete in Frankfurt und blieb in Europa. Über die Umwege Norwegen und München kam er dann nach Zusmarshausen, wo er mit uns Kontakt aufnahm. Zur oben erwähnten Weltmeisterschaft 2010 in Slowenien hätte ihn der Verband nicht mitgenommen. Also finanzierte Yossiefs Vater den Flug, indem er einen Ochsen und Getreide verkaufte!

Seit Yossief bei uns trainiert, eilt er von Erfolg zu Erfolg: In München beim Olympiaparkcross musste er nur dem deutschen Meister Richard Ringer den Vortritt lassen, in Darmstadt unterlag er einem Weltklassekenianer und in Pforzheim gewann er überlegen. 2015 gewann er über 20 Wettkämpfe, darunter die deutschen Berglaufmeisterschaften (außer Wertung) und er setzte seine Siegesserie bis 2018 fort, vor allem im Berglauf. Hervorzuheben ist sein Vereinsrekord über 10km Straße: Die 30:09,60min lief er im Alleingang mit sehr starkem Gegenwind bei den schwäbischen Meisterschaften 2014 in Straßberg. Zudem erzielte er bei unserem Dinkelscherbener Crosslauf einen neuen Streckenrekord. Die letzten drei Jahre wurde es ruhig um ihn. Yossief absolviert der Zeit eine Lehre und baut sich damit sein neues Leben in Deutschland auf.

 

Erfolgreiche Männer

Im Seniorenbereich machten die Läufer Franz Herzgsell, Rainer Hintschich, Harald Gerbing und, neu im Seniorenteam, der Werfer Franz Gries durch mehrfache Meisterschaftserfolge auf bayerischer, deutscher und europäischer Ebene auf sich aufmerksam. Franz Gries überraschte als M80- und M85-Starter im Wurf. Ein Weltrekord (11,24m) und Weltmeistertitel 2014 und 2019 im Kugelstoßen zählen zu seinen bisher größten Erfolgen. Die Bayerischen- und Deutschen Meistertitel im Diskus-, Speerwurf und Kugelstoßen nahm er auch beinahe jedes Jahr im „Vorbeigehen“ mit.

Ebenso konnten Jürgen Hinterstößer, Rolf Kropka, Harald Gerbing, Alfred Just und Michael Sandner mehrmals durch Medaillenplätze bei den Bayerischen glänzen.

Rolf Kropka überraschte 2019 mit dem Deutschen Meistertitel und deutschen Rekord über 60m-Hürden der M55.

Harald Gerbing verlegte sich auf die Langstrecke und den Berglauf. Drei Mal in Folge wurde er Bayerischer Berglaufmeister der M40/M45. Mit 2:43,32Std lief er den schnellsten Marathon für die LG seit vielen Jahren.

 

Starke Laufgruppe

Unter der Anleitung von Franz Herzgsell absolvieren seit einigen Jahren mehrere Männer und Frauen zielgerichtetes Lauftraining. Felix Luckner hat sich in wenigen Jahren zu einem vielseitigen, guten Läufer entwickelt, der auf der Mittelstrecke und auf der Langstrecke beste Zeiten erzielt (1500m 4:09,62min, 5000m 15:55,20min). Simon Scherer macht seit einigen Jahren mit und ist in seiner Altersklasse M35 sehr erfolgreich. 2020 belegte er Platz 11 der deutschen Crosslaufmeisterschaften. Zusammen mit ein paar Jugendlichen trainieren immer bis zu zehn Läufer einmal die Woche zusammen. 

 

40 Jahre hat er leider nicht erreicht, unser Dinkel-Cross. 2018 wurde zum letzten Mal auf unserer herausfordernden Cross-Runde gelaufen.

 

Rückläufige Teilnehmerzahlen bei gleichzeitig sehr großem organisatorischem Aufwand haben uns dazu bewogen, unsere traditionsreiche Veranstaltung nach 39 Jahren aufzugeben.

 

Mit seinem Schicksal reiht sich nun der Dinkel-Cross in die Liste der Laufveranstaltungen im Augsburger Raum ein, die während der letzten Jahre verschwunden sind.

 

 

 

2019 brachte auch Neues: In Dinkelscherben wurde die Schulturnhalle saniert. Nachdem die Trainingsgruppen teilweise ins Jugenheim und TSV-Sportheim ausgeweichen waren oder mit den Gruppen in Zusmarshausen zusammen trainierten, durften sie im Herbst endlich die neue Halle wieder benutzen. Nun steht noch die Erneuerung der Aussenanlagen an. Gleichzeitig steht die Abteilungsführung der Leichtathleten in Zusmarshausen vor einer großen Aufgabe: Die nun schon 40 Jahre alte 400-Meter-Bahn ist stark beschädigt und muss dringend erneuert werden. Die Mittel für die Sanierung aufzubringen erfordert einen großen Energieaufwand.                 

 

Und nun doch noch ein Satz zur Corona-Krise, da sie viele Fragen bei uns aufwirft. Werden 2020 noch Wettkämpfe stattfinden? Wann wird wieder ein regelmäßiges Training stattfinden können? Werden nach der langen Zwangspausen die Kinder und Jugendlichen motiviert das Training besuchen? Wir werden sehen und spätestens zur 50-Jahrfeier berichten!

 

(M. Sandner, April 2020)

Die Trikots der LGRZ seit 1980
Die Trikots der LGRZ seit 1980

Karl Sendlinger
Karl Sendlinger
August Scherer
August Scherer

Ergebnisse ab Sonntag, Berichte ab Montag

Termine

Der neue Rückblick ist da!

Sonstiges

Schlagzeilen

1. März: 5 Medaillen bei den Schwäbischen Cross. Schüler und Männermann-schaft erfolgreich!

 

29. Februar, Erfurt: Jürgen Hinterstßer springt mit dem Stab auf  Platz 6 bei den Hallen-DM

 

16. Februar: Simon Scherer auf Platz 6 und Sarah Bischoff auf Platz 9 der BM Cross in Butten-wiesen

 

25. Januar: Sarah Bischoff holt Silber über 800m bei Munich Indoor!

 

12. Januar: Sarah Bischoff läuft mit 65,33sek auf Platz 4 der Süd-bayerischen Hallen-meisterschaften

1980 - 2015

35 Jahre LGRZ

Unsere Sponsoren:

Kontakt: info@lgrz.de
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